Türchen Nr. 9

Früher war Mausi ja nicht so begeistert vom Ballspielen. Mittlerweile hat sich das geändert. Sie hat von Herrn Jack nicht nur die Bälle an der Schnur geerbt sondern auch die Art und Weise, wie gespielt wird. Äußerst selten bringt Mausi den Ball zurück. Meistens ist es so, dass sie zwar hin rennt, dann aber dort wartet, bis wir vor Ort sind. Und sollte tatsächlich mal ein Ball nicht gleich auffindbar sein, dann ist ihre Nase ununterbrochen im Einsatz. Die Fundquote liegt bei 99 % – ganz egal, ob der Ball unter Laub, in Nachbar´s Garten oder so wie auf dem Foto im Baum landet. Mausi lässt sich auch genauso wenig austricksen wie Herr Jack. Es MUSS grundsätzlich mit dem Ball gespielt werden, den sie ausgesucht hat. Ihr einen anderen schmackhaft zu machen, weil man zu faul ist eine Ball-aus-dem-Baum-Rettung vorzunehmen ist schier unmöglich.

Türchen Nr. 8 …

… ist eine Erinnerung aus unserem Adventskalender 2015:

Der Jüngste und der Älteste in unserem Rudel

Nicht nur die Fellfarbe ist gleich, es gibt auch andere Parallelen … ob beim Fressen (kein Staubsauger könnte einem Vergleich Stand halten ), beim „Geschäfte“ erledigen (wenn wir so wählerisch wären wie die beiden Herren würden wir uns durch ein 10-stöckiges Haus klingeln, um ein geeignetes Klo zu finden ) oder was das sehr gesunde Selbstbewusstsein angeht

Auch wenn es zwischen Herrn Jack und Kys noch öfter „knallen“ wird – die beiden sind ein tolles Gespann

Dass Herr Jack Rudel-Chef war war unumstritten, aber hin und wieder wollte der Kollege es in seinem jugendlichen Leichtsinn dann doch wissen und provozierte unseren Dicken. Es hat sehr lange gedauert bis es von ihm eine Ansage gab. Wir waren oftmals fasziniert von der Ruhe und Gelassenheit unserer beiden älteren Herren gegenüber dem jungen Gemüse. Das 4-er Gespann war irgendwie wie die 4 Musketiere: Einer für alle und alle für einen Und ich bin sehr dankbar für jeden einzelnen Tag, den wir mit allen gemeinsam genießen durften.

 

Türchen Nr. 7

Nach dem Tod von Maxe war Boss ganz schön durch den Wind. Zwar hatten alle Fellnasen die Möglichkeit, sich von Maxe zu verabschieden, aber bei Boss hatte man anfangs oft das Gefühl, er hätte noch mehr Zeit gebraucht. Er war nur auf Achse und hat Maxe gesucht, hat kurzzeitig auf den gemeinsamen Liegeplätzen gelegen und immer, wenn Boss merkte, dass er vergeblich wartete, ist er zum nächsten Kissen gelaufen … irgendwann hatte er verstanden dass Maxe nicht mehr wieder kommt und sich Herrn Jack als Kuschelpartner ausgesucht (soweit wie unser Dickerchen das zugelassen hat).

Als Herr Jack dann verstarb haben wir Boss so lange bei Jack gelassen, bis er uns gezeigt hat, dass es ihm jetzt reicht. Und das war gut so, auch wenn nun eine neue Trauerphase begann. Der Rudelchef war plötzlich nicht mehr da und oft waren Kys, Mausi und Boss beängstigend ruhig.

Eines Tages hatte Boss mit seinem Napoleonkomplex jedoch für sich beschlossen, dass er nun das Rudelzepter in die Hand nimmt. Leider war das nicht so lustig wie es sich anhört. Er fing an, Mausi und Kys zu tyrannisieren und wir mussten Boss oftmals daran erinnern, dass er hier „nur“ Gast ist.

Mittlerweile hat sich das jedoch alles wieder eingepegelt. Natürlich versucht er immer noch, sich überall vorzudrängeln – ganz egal, ob es das Abtrocknen nach dem Regenspaziergang oder das Kämmen mit dem Furminator oder das Kuscheln ist. Beim ersten Weihnachts-Foto-Shooting bestand er förmlich darauf, auch mal eine Weihnachtsmannmütze tragen zu dürfen.

Aber ansonsten ist das Zusammenleben wieder recht entspannt. Boss ärgert Kys und umgedreht. Ab und zu fragt man sich, wer eigentlich wen jagt. Mausi mischt auch hin und wieder mit und gekuschelt wird eher mit Kys als mit Inga. Und offensichtlich kann Boss als Rudel-Ältester auch ganz genau die Uhr lesen. Pünktlich um 17.30 Uhr steht er vor mir, um mich fiepend daran zu erinnern, dass jetzt Abendbrot-Zeit ist.

Der ganz normale Wahnsinn hat uns also weitestgehend wieder und hoffentlich bleibt uns diese Konstellation noch sehr lange erhalten.

Türchen Nr. 6

Hallo Freunde ✌️Hier ist Eure kleine Prinzessin. Es gibt da so einen netten Spruch: „Sollte Gott auf mich herabschauen wird er meistens denken: Ach guck, da sitzt sie wieder und frisst.“ ……. Vielleicht könnt Ihr Euch noch erinnern, dass es im Sommer hieß, ich müsse so ein bis zwei Kilo abnehmen ……. Dank der strengen Diät fehlen auch nur noch 2 Kilo. Aber ich kann Euch versichern: mein Halsband passt mir noch. Das ist doch toll, oder?
 
Nun ist dieser Nikolaus auch noch auf den Trichter gekommen, mir das Abnehmen zu erleichtern und hat statt vieler Leckerlies einen Apfel vor die Tür gelegt ……. Erst hab ich ja überlegt, ob ich dem alten Mann mit dem roten Mantel mal ganz gehörig die Meinung belle, aber dann habe ich mich doch entschieden, den Apfel erstmal zu futtern. Nicht, dass der Nikolaus mir den am Ende wieder weggenommen hätte. Und wenn ich ehrlich bin ist mir das Obst viel lieber als so ein blöder Kauknochen.
 
Was lag bei Euch eigentlich so vor der Tür? Oder im Körbchen? Oder habt Ihr etwa die Schuhe von Euren Menschen zusammengetragen und der Nikolaus hat dort was rein getan? Auf jeden Fall wünsche ich Euch einen tollen Nikolaus-Tag.